denk.mal Hannoverscher Bahnhof

denk.mal Hannoverscher Bahnhof

Eins der dunklen Hamburger Kapitel: denk.mal Hannoverscher Bahnhof

Es gibt Orte, an denen Geschichte nicht erzählt, sondern spürbar wird. Das denk.mal Hannoverscher Bahnhof in Hamburg gehört definitiv dazu. Mitten in der modernen und hochgelobten HafenCity erinnert es an Menschen, die entrechtet, deportiert und ermordet wurden. Hier geht es nicht um Zahlen allein, sondern um Schicksale, Namen und Wege.

Die wichtigsten Fakten zum denk.mal Hannoverscher Bahnhof

Namedenk.mal Hannoverscher Bahnhof
Eröffnung2017
SchwerpunktNS-Deportationen
StadtteilHafenCity
Eintrittkostenlos
Parkplätzevorhanden
Barrierefreija

Das erwartet dich am denk.mal Hannoverscher Bahnhof

  • Dokumentation zu Deportationen aus Hamburg: Texte, Fotos und Quellen machen nachvollziehbar, wie Deportationen organisiert wurden und wen sie betrafen.
  • Geschichte des Hannoverschen Bahnhof: Der ehemalige Bahnhof wird als zentraler Ausgangspunkt der Transporte erklärt.
  • Biografische Zugänge: Einzelne Lebensgeschichten geben den Opfern Namen und Gesichter.
  • Info-Pavillon im Lohsepark: Aktuell dient er als Ausstellungs- und Informationsort, bis das neue Dokumentationszentrum eröffnet.

Eindrücke vom denk.mal Hannoverscher Bahnhof

denk.mal Hannoverscher Bahnhof
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denk.mal Hannoverscher Bahnhof
denk.mal Hannoverscher Bahnhof
denk.mal Hannoverscher Bahnhof
denk.mal Hannoverscher Bahnhof
denk.mal Hannoverscher Bahnhof

denk.mal Hannoverscher Bahnhof : Ein Ort der Erinnerung zwischen Stadtpark und ehemaligem Gleis

Das denk.mal Hannoverscher Bahnhof befindet sich im nördlichen Teil des Lohseparks. Es markiert einen historischen Ort, von dem zwischen 1940 und 1945 Menschen aus Hamburg deportiert wurden. Rund 8.000 jüdische Menschen, Sinti und Roma sowie weitere Verfolgte wurden von hier aus in Ghettos sowie Konzentrations- und Vernichtungslager nach Mittel- und Osteuropa gebracht.

Das Denkmal beinhaltet dabei mehrere Elemente: erhaltene Bahnsteigreste, Namenstafeln und einen bewusst gestalteten Freiraum. Die Gestaltung zwingt dich nicht zu einem festen Weg, sondern lässt Raum für eigene Gedanken. Geschichte wird hier nicht abgeschlossen präsentiert, sondern offen vermittelt. Wenn du zufällig durchläugst, wirst du dich sicher wundern, warum überall kleine Tafeln zu finden sind - wer stehenbleibt und sie ansieht, wird mit Sicherheit schwer schlucken müssen.

Die „Fuge“ als sichtbare Spur der Deportationen

Ein ganz besonderes Element ist dabei die sogenannte Fuge. Sie durchzieht den Park als Einschnitt im Boden und verbindet den ehemaligen Bahnhofsvorplatz mit dem erhaltenen Bahnsteigrest. Diese Linie steht symbolisch für die Wege der Deportierten. Entlang dieses Raumes findest du Tafeln mit Namen der Opfer, die einen Teil ihrer Geschichte erzählen.

Tipp: Von  April bis Oktober findet an jedem vierten Sonntag im Monat findet um 14 Uhr ein öffentlicher und kostenloser Rundgang statt.

Was macht das denk.mal Hannoverscher Bahnhof so einzigartig?

  • Originaler historischer Ort der Deportationen
  • Erhaltenes Relikt des Bahnsteigs 2
  • Namenstafeln mit konkreten Opferbiografien
  • Verbindung von Gedenkort und öffentlichem Parkraum
  • Kostenfreier Zugang ohne zeitliche Begrenzung

Denkmal Hannoverscher Bahnhof im Video

Wie das denk.mal Hannoverscher Bahnhof entstanden ist

Der Lohsepark wurde 2016 eröffnet. Kurz darauf entstand das denk.mal Hannoverscher Bahnhof als zentraler Erinnerungsort. 2017 wurden die Namenstafeln ergänzt und der Ort öffentlich zugänglich gemacht.

Träger des Projekts ist die Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte. Ziel war es, die Deportationen aus Hamburg dauerhaft sichtbar zu machen. Der bisherige Info-Pavillon dient als Übergangslösung. Für 2026 ist die Eröffnung eines festen Dokumentationszentrums geplant, das die bisherigen Inhalte erweitert und vertieft.

Weitere wichtige Informationen zum denk.mal Hannoverscher Bahnhof

Wann hat denk.mal Hannoverscher Bahnhof geöffnet?

Das denk.mal Hannoverscher Bahnhof ist jederzeit zugänglich.

Öffnungszeiten Info-Pavillon

April – Oktober Montag – Sonntag 12:00 – 18:00 Uhr

Was kostet der Eintritt ins denk.mal Hannoverscher Bahnhof?

Der Eintritt ist frei.

Das denk.mal Hannoverscher Bahnhof in Zahlen

  • 8.000 deportierte Menschen
  • 20 Eisenbahntransporte
  • 1940 bis 1945 Zeitraum der Deportationen
  • 2017 Eröffnung des Denkmals
  • 2026 geplante Eröffnung des Dokumentationszentrums

Ausstattung vor Ort

Parkplatz
Toiletten
Barrierefrei
Gastronomie
Für Kinder geeignet
Führungen

Anschrift denk.mal Hannoverscher Bahnhof: Nördlicher Lohsepark, 20457 Hamburg

Routenplaner: So kommst du zum denk.mal Hannoverscher Bahnhof

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln

Du erreichst das denk.mal Hannoverscher Bahnhof mit der U-Bahn-Linie U4 bis HafenCity Universität oder mit der Buslinie 155. Von dort gehst du wenige Minuten durch die HafenCity in Richtung Lohsepark. Der Gedenkort ist ausgeschildert und frei zugänglich.

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